Grippale Infekte

08.03.2018

Grippale Infekte, nicht zu verwechseln mit der echten Grippe (Influenza), können schon bei den ersten Symptomen homöopathisch behandelt werden, ob und wie Sie selbst aktiv werden können, erfahren Sie hier.

Selbstbehandlung bei grippalen Infekten

Eine homöopathische Behandlung einfacher grippaler Virusinfekte ist auch für Laien in der Regel erfolgversprechend, vor allem, wenn Sie bei den ersten Anzeichen aktiv werden.

Auch wenn im Laufe der Erkrankung eine bakterielle Atemwegserkrankung dazukommt, kann man mit homöopathischen Mitteln weiterbehandeln, wenn die Regeln der Selbstbehandlung beachtet werden:

  • Arzneimittel in niedrigen bis mittleren Potenzen zwischen D6 und C30 und eine Hausapotheke mit einer ausreichenden Auswahl an Mitteln
  • Bei Zweifeln über die Arzneiwahl und Vorgehensweise fachliche Hilfe einbeziehen
  • Bei hohem Fieber und sehr schlechtem Allgemeinbefinden keine Eigenbehandlung sondern zusätzliche Unterstützung suchen

 

Grippemittel richtig auswählen:

Vor der Einnahme eines homöopathischen Mittels steht die sorgfältige Beobachtung der individuellen Symptome und der Einflüsse die die Beschwerden verbessern oder verschlechtern. Auch die Stimmung ist oft ein charakteristischer Hinweis auf ein bestimmtes Heilmittel.

 

Die häufigsten Mittel bei grippalen Infekten:

  • Gelsemium: Schwäche, Schwindel, Müdigkeit, Schweregefühl, Frieren und Muskelschmerzen, Kopfgrippe mit rotem Gesicht, Schwermütigkeit
  • Baptisia: Ruhelosigkeit, Benommenheit, Zerschlagenheitsgefühl, Schmerzen-und Engegefühl im Hals und in der Brust, Beklemmungsgefühl, Durchfall und Frösteln.  
  • Bryonia: Mundtrockenheit, trockener Husten mit großem Durst, Reizbarkeit und Verlangen nach absoluter Ruhe, Nackensteifigkeit, stechender Schmerz beim Husten, Stickhusten
  • Phytolacca: Halsentzündung und Rachenmandel-und Lymphknotenschwellung, Fremdkörpergefühl im Hals, Schluckbeschwerden, Teilnahmslosigkeit und starke Schmerzempfindlichkeit.
  • Eupatorium: Frösteln, Knochenschmerzen und Schwächegefühl, Heiserkeit, periodisches Fieber, Erbrechen bei Fieber, Gefühl von Beunruhigung und Bedürfnis zu klagen.
  • Causticum: Wundheitsgefühl und Heiserkeit, Zusammenschnürungsgefühl, unproduktiver Husten, brennende Schmerzen, schnell zornig oder traurig mit Ruhelosigkeit, rheumatische Schmerzen bei Fieber.

 

Komplexmittel

Bei den ersten Anzeichen eines grippalen Infekts mit schnellem Fieberanstieg: Aconit/China Zäpfchen für Kinder oder Globuli 20gr N1 von Wala

 

 

Grippemittel richtig dosieren

Einen akuten Infekt mit tiefen Potenzen zu behandeln ist auch für Ungeübte leicht. Die erste Gabe des am Besten passenden Mittels nimmt man unverdünnt z.B. in D6 3 Globuli auf die Zunge, danach wartet man 30min bis zur 2. Gabe und beobachtet die Wirkung. Tritt eine Besserung ein, löst man 3 Globuli des Mittels in einem Glas Wasser auf, und nimmt jede Stunde einen Schluck. Tritt jedoch keine Besserung ein, wählt man ein zweites Mittel und beginnt von vorne.

Ändern sich die Symptome im Verlauf der Erkrankung wechselt man zu einem passenden Mittel.

 

Zusätzliche hilfreiche Maßnahmen:

  • Abklopfen und Einreiben von Brust und Rücken mit einem pflanzlichen Bronchialbalsam vor allem nachts
  • die Atemluft befeuchten mit nassen Tüchern auf Heizkörpern mit Zusätzen von Thymianöl in Arzneiqualität
  • Das Bronchialsekret verflüssigen: ausreichend Hustentee trinken, Wasserdampf mit medizinischem Lavendelöl z. B. Lavendin von Primavera) inhalieren (3-10 Tropfen Lavendelöl nach Alter in heißes Wasser geben und 10min. unter einem Tuch inhalieren)
  • Bei innerer Kälte Fußbäder mit langsam ansteigender Wassertemperatur von 36-40 Grad und Bettruhe

 

 

Ab wann Antibiotika?

  • Pflanzliche Antibiotika enthalten Wirkstoffe aus Kapuzinerkresse, Meerettich, Thymian und einigen anderen Pflanzen, die Viren und Bakterien hemmen. (z. B. Tropaeolus Urtinktur von Ceres oder Angocin N) können auch bei Kindern ab dem 4. Lebensjahr verwendet werden

 

  • Synthetische Antibiotika helfen nicht bei Virusinfekten, sie stören eher die natürliche Immunantwort des Körpers. Wegen zunehmender Resistenzen können sie unter Umständen auch nicht gegen jedes Bakterium helfen. Sie verändern die Darmflora und können Allergien auslösen. Häufig kommt es nach einer Behandlung zum einem Rückfall.

 

Vorsicht! 

Bessert die homöopathische, die pflanzliche oder die Behandlung mit synthetischen Antibiotika nicht deutlich innerhalb einiger Stunden den Allgemeinzustand, treten zum Beispiel Atemnot, schneller Puls oder Schmerzen beim Atmen auf, ist eine Untersuchung notwendig, um den Beginn einer Lungenentzündung auszuschließen.

 

 

 

 

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